Der Koreaner Han Ho San, Träger des 9. Dans und Ehrenbundestrainer des Deutschen Judobundes hielt einen Techniklehrgang in Holzkirchen ab. 37 Jahre war er Trainer der Nationalmannschaft und führte viele Athleten zu Siegen bei Welt- und Europameisterschaften oder Olympischen Spielen. Als frischen "Ruheständler" konnte ihn ein glücklicher Abteilungsleiter Wolfgang Ammer nach Holzkirchen zu einem Techniklehrgang verpflichten. 75 Judoka aus dem südbayerischen Raum fanden sich in Holzkirchen ein. Als Nationaltrainer war Han Ho San bei den Kämpfern früher als "Schinder" gefürchtet. Ganz anders sein Auftreten in Holzkirchen. Er zeigte sich als Judotrainer mit immensem pädagogischen und analytischen Gespür, der auch menschlich durch seine Offenheit und Freundlichkeit überzeugte. Überhaupt kein Problem war es für ihn mit der sehr gemischten Gruppe von Jugendlichen, Breiten- und Leistungssportlern zurecht zu kommen.
Bei seinen drei Trainingseinheiten zeigte Han Ho San zuerst moderne Wettkampftechniken. Dabei ging er immer vom einhändigen Griff am Revers des Gegners aus. Bei der zweiten Einheit legte er den Schwerpunkt auf traditionelle Wurftechniken wie Tai-otoshi oder Harai-goshi. In der dritten Trainingseinheit überzeugte er mit gekonnten Bodentechniken.
Auf 530 Quadratmetern Mattenfläche boten die Holzkirchner Idealbedingungen in der wegen ihrer Schönheit vielfach bewunderten Dreifachhalle.
Alle Teilnehmer lobten das angenehme Lehrgangsklima und die hervorragende Organisation. Als die vier Judoka aus Regensburg hörten, Han Ho San will nächstes Jahr wiederkommen, sagten sie spontan, sie würden mit einem ganzen Bus voller Teilnehmer anreisen.
Fotos
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Tai Otoshi 1 Tai Otoshi 2 Tai Otoshi 3 Tai Otoshi 4 Würger
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