Trainingsaufenthalt der Judojugend in Italien

Vom 30.10.01 – bis zum 03.11.01 begab sich die Wettkampmannschaft der Judoabteilung des TSV Grafing auf ein Trainingslager nach Anduins bei Udine, um sich auf die bevorstehenden Südbayerischen Mannschaftsmeisterschaften vorzubereiten.

Der Schwerpunkt der Trainingseinheiten war bei diesem Trainingslager auf den auf ein Ausgleichstraining in Form von Klettern gelegt.

So konnte diese Gruppe, die neben der Judoabteilung des TSV Grafing ebenso die Alpenvereinssektion   Ebersberg – Grafing vertritt, an idealen Kletterwänden  ihre Kraft und  Geschicklichkeit, sowie Mut und Überwindung trainieren.

Neben dem Klettern folgten die jungen Sportler auch Einladungen zu gemeinsamen Trainingseinheiten mit den Judoklubs aus Tarcento und Tolmezzo, welche die stärksten Leistungsträger in der Region Friaul darstellen .

Dabei zeigte sich sehr schnell, daß sich die Bärenstädter weder mit ihrer physischen Leistungsfähigkeit, noch mit ihrer Judotechnik verstecken mußten.

Der Schwerpunkt lag bei diesen Begegnungen in erster Linie in Vergleichskämpfen und im gemeinsamen „Raufen“.  Durch das miteinander Kämpfen (Raufen), das im Judosport den wichtigsten Teil des Trainings darstellt, waren jegliche sprachliche Barrieren sofort abgebaut und  gerade nach  harten Begegnungen war man sich einig, dass man mit den netten Italienern auf der gleichen Welle schwimmt.

Als Sahnehäubchen des Judo- Klettercamps war  ein Aufenthalt am Meeresstrand anzusehen, der neben Bademöglichkeiten – nur für die ganz harten -, der Besichtigung der Altstadt von Grado und einem hervorragenden Ambiente auch noch die Möglichkeit für ein Judotraining am Sandstrand bot.

Mit bester Laune, erheblichen Schlafdefizit durch lange Nächte am Campingplatz, und wundgekletterten Fingern kehrten die jungen KämpferInnen  nach Hause zurück.

Ein hervorragend gelungener Trainingsaufenthalt, der auf einen guten Start des Oberbayerischen Meisterteams bei den Südbayerischen Mannschaftsmeisterschaften am 17./18. November hoffen läßt, war gelungen.          

Die erfolgreichsten Kämpferinnen aus dem Wettkampfkader Evelyn Scherer  und Alexandra Sebald waren erst am Tag vor der Abreise ins Trainingscamp  von den Internationalen Holländischen Meisterschaften, bei denen sie als Vertreterinnen des Bayerischen Judoverbandes mit einer Auswahlmannschaft entsendet wurden, wieder zu Hause angekommen.

Dabei schlugen sich beide wacker und Alexandra Sebald konnte sich gegen die Konkurrenz aus Holland, Belgien, und England   behaupten.

Nur im Kampf um den Einzug ins Finale unterlag sie ihrer englischen Kontrahentin, der späteren Turniersiegerin, konnte jedoch durch die Trostrunde noch die Bronzemedaille erringen.

 

Christian Sebald